1935 wurden zwei deutsche Geologen, Henno Martin und Hermann Korn, von ihrem Professor,
Dr. Hans Cloos, nach dem damaligen Südwestafrika geschickt mit dem Auftrag, dort die
Naukluft zu erforschen. Beide Geologen waren Individualisten und nach der Machtübernahme
durch den Nationalsozialismus in Deutschland 1933 stark gefährdet. Prof. Cloos
erkannte diese Gefahr sehr frühzeitig und verschaffte den beiden immer wieder
neue Forschungsaufträge, damit sie nicht nach Deutschland zurückkehren
mußten.
Eines ihrer Forschungsgebiete war die Naukluft, der sie mehrere Expeditionen widmeten.
Neben ihren Forschungsaufträgen befassten sie sich auch mit der Wassersuche im
trockenen Südwest, und viele Farmer verdanken den beiden wasserreiche Bohrlöcher.
Die Jugend im Lande war, wie auch in Deutschland, pro deutsche Reichsregierung eingestellt,
und in Südwest erhoffte man sich wieder eine deutsche Kolonie "Südwest-Afrika".
Beide Geologen waren jedoch politisch uninteressiert. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges
beschlossen die beiden, in der Namib-Wüste wie die Buschleute zu leben und zu
überleben. Über diese 2½ Jahre in der Wüste, ihren Kampf ums
Überleben, über ihre Gespräche und Gedanken unter afrikanischem
Sternenhimmel über den Irrsinn eines Krieges in Europa, wird in dem Buch beschrieben.
Vieles hat heute noch für uns Gültigkeit mit unseren Sorgen zur Erhaltung der
Natur und der Wasserresourcen für die kommenden Generationen.
Hermann Korn wurde nach 2 Jahren krank und somit fand ihr Abenteur ein Ende. Die
damalige Mandatsregierung wußte von der unpolitischen Einstellung der beiden. Es war
niemals vorgesehen, die beiden zu internieren.
Nach einem kurzen Gerichtsverfahren, weil ihre Fahrzeuge keine Lizenz hatten und eine
Waffe nicht registriert war, stellte die damalige Mandatsregierung die beiden als Geologen
beim Wasserbauamt ein.
Hermann Korn war der erste in Südwest, der auf die Idee kam, Wasser mit Hilfe eines
Flugzeuges in diesem riesigen Land zu suchen. Sein früher Tod im Jahre 1946 ließ
diesen Plan allerdings scheitern.
Henno Martin wurde ein weltbekannter Dozent der Geologie in Kapstadt (Südafrika),
Saõ Paulo (Brasilien) und in Göttingen (Deutschland). Kennt man sein Buch
"Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste", sollte man nicht verpassen, die Orte
seiner Abenteuer aufzusuchen. Man kann danach besser verstehen, warum Henno Martin
am Ende seines Lebens noch ein Buch schreiben mußte mit dem Titel "Menschheit auf
dem Prüfstand", (Einsichten aus 4,5 Mrd. Jahren Erd-, Lebens- und
Menschheitsgeschichte).
Als Ergänzung mit viel Insider-Informationen empfiehlt sich eine Lebensbeschreibung
über Hermann Korn mit dem Titel "Zwiegespräch in der Wüste". Alle drei
Bücher geben viele Anregungen zum Nachdenken, besonders wenn man persönlich
die Einsamkeit, die grenzenlosen Weite und die fast greifbare Stille auf sich einwirken lassen
konnte und einige Zeit am Rande oder in der Namib verbringen konnte.
Klaus & Barbara Ahlert von der Farm Niedersachsen sind gerne bereit, solche Erlebnisse ihren
Gästen zu vermitteln.
Die genannten Bücher können direkt bei der Versandbuchhandlung Namibiana
Buchdepot in Zetel bestellt werden