Die Zentrale der "Association for Children with Language, Speech
and Hearing Impairments of Namibia" (CLaSH)
befindet sich in Namibias Hauptstadt Windhoek. Dort wird eine interessante
Vielfalt an Projekten und Programmen organisiert mit dem Ziel, hör- und
sprachbehinderte Kinder sowie deren Familien und Dorfgemeinschaften im
ganzen Land zu unterstützen.
CLaSH entstand bereits 1989 und hat sich von einer
kleinen Eltern-Selbsthilfegruppe zu einer offiziell anerkannten und
landesweit respektierten Hilfs-Organisation entwickelt. Alle
CLaSH Projekte sind abhängig von Spenden finanzieller
und materieller Art, aber auch vom ehrenamtlichen Einsatz freiwilliger
Helfer.
Trotz immer neu zu bewältigender Herausforderungen hat CLaSH
seine Ziele nicht aus den Augen verloren: generelle Gleichberechtigung hör-
und sprachbehinderter Kinder, ungehinderter Zugang zu Angeboten des
Erziehungs-, Ausbildungs- und Gesundheitswesens für alle Kinder und
frühzeitige Erkennung und Betreuung von Hör- und Sprachstörungen.
Mit mehr als 825,000km² ist Namibia fast so groß wie Deutschland
und Frankreich zusammen, hat aber nur 1.5% von deren Gesamtbevölkerung.
Die dünne Besiedelung eines so weiten Landes erschwert die Erfassung
hör- und sprachbehinderter Kinder und macht eine kontinuierliche,
langfristige Betreuung fast unmöglich. CLaSH sucht
kreative Wege zur Bewältigung dieser Problematik.
Seit Namibia 1990 endgültig von Südafrika unabhängig wurde, hat
sich die Regierung vorrangig zum Ziel gesetzt, das Gesundheits- und
Erziehungswesen des Landes flächendeckend zu verbessern. In diesen
Bemühungen wird das Land von internationalen Entwicklungshilfeorganisationen
und Sponsoren unterstützt, doch die Maßnahmen sind teuer und greifen nur langsam.
Hörschäden und damit verbundene Kommunikationsschwierigkeiten
kommen in Namibia sehr häufig vor, und es ist, besonders in den ländlichen
Gebieten, schwierig, Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung und
pädagogischer Beratung zu finden. Allgemeiner Informationsmangel,
unzureichende Behandlung von Mittelohr-Infektionen, mangelhafte
vorgeburtliche und frühkindliche Betreuung und schließlich das
häufige Auftreten von Malaria und Meningitis in bestimmten Landesteilen
tragen zu der hohen Zahl von Hörschädigungen in Namibia bei. Dass auch
Unterernährung eine gravierende Rolle spielt, geht aus den Angaben des
Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen hervor. Die stellen fest,
dass 55.8% der namibischen Bevölkerung von 2 US$ pro Tag leben müssen.
Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind etwa 40%
aller Hörschäden vermeidbar. In Zusammenarbeit mit dem
Gesundheitsministerium hat CLaSH dem entsprechend
eine Strategie zur Verhinderung von Hörschäden erarbeitet.
In ganz Namibia gibt es nur zwei Gehörlosenschulen was den
tatsächlichen Bedarf bei weitem nicht deckt. Auch schwerhörige Schüler
in Regelschulen werden nur in Einzelfällen fachlich betreut. CLaSH
unterstützt sowohl integriert beschulte hörgeschädigte Kinder als auch
die beiden Gehörlosenschulen, u.a. durch Lehrer-Fortbildungen, individuelle
Hörgeräteversorgung und Zuschüsse zu Klassenfahrten oder Schulprojekten.
1994 eröffnete CLaSH die erste Vorschulgruppe für
hochgradig schwerhörige und gehörlose Kinder in Namibia. 2006 folgte eine
Elterngruppe aus der Ohangwena Region in Nord-Namibia diesem Beispiel und
initiierte mit Hilfe von CLaSH ihren eigenen kleinen Gehörlosen-Kindergarten
in Eenhana.
Möchten Sie mehr über CLaSH und die von der Organisation
unterstützten Kinder erfahren? Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere
Informationen.
Der CLaSH Kalender 2008 ist nun fertig.
Weitere informationen hierzu bekommen Sie hier .